Handel mit Plagiate floriert
Posted by Andy S | Posted in News | Posted on 27-06-2009-05-2008 10:30
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Wo kauft man günstig Lederware? Wo bekomme ich den Uhr von Gucci am günstigsten? Wo kann ich gefälschte Designerware kaufen? Woher bekomme ich Plagiate?
Der Handel mit gefälschter Ware im Internet floriert mehr denn je. In diversen Online Foren, verabreden sich ganze Gruppe und Sammelbesteller um gefälschte Designerware zu Bestellen. Eine Tupperparty für Fake Fans. Und diese werden immer mehr. Vielleicht auch eine Auswirkung der Wirtschaftskrise. Ob über Ebay oder im “Türkenladen”.
Glaubt man den Aussagen den in den Foren schreibenden Mädchen, dann suchen sie sich die Designer Stücke von Jimmy Choo oder Gucci im Original heraus und dann wird nach den entsprechenden Plagiaten gesucht.
Das Internet hat den weltweiten Handel mit Fakes vorangetrieben, und modeverrückte Teenager sind die jüngsten Opfer. Eine Google-Suche nach billigen Designerteilen führt schnell zum Ziel: Zahlreiche Websites haben das Geschäft mit gefälschten Accessoires aus den Fußgängerzonen in die unendlichen Weiten des Internets verlegt. Dort vollzieht sich der Handel mit den Fakes diskret und anonym – kein Wunder, dass die Hemmschwelle der Käufer sinkt. Wäre WizardReplica.com oder Louboutinmall.com eine Boutique in der Innenstadt, man würde sogar die eine oder andere Moderedakteurin darin sitzen sehen. Dass es dazu fast unmöglich ist, Fälscher im Netz zu erwischen, befeuert den Handel nur zusätzlich.(Quelle: sueddeutsche.de)
Das die Qualität der Fälschungen und Fake Ware den Originalen nicht entsprechen ist vielen Käufern egal. Ihnen geht es einfach um das Label.
Die Miu-Miu-Taschen von WizardReplica sind gut nachgemacht, allerdings sieht man, wenn man die Louis-Vuitton-Monogramm-Tasche vergrößert, Details im Design, die dem Nachbau fehlen. Und bei den Chanel-Bags erkennt selbst ein Laie, dass es sich um Fälschungen handelt: Das Kunststofflogo kann die Illusion vom Klassiker aus Gold und gestepptem, butterweichem Leder nicht aufrechterhalten.(Quelle: sueddeutsche.de)
Rechtlichgesehen ist es sehr schwierig gegen Fälscher vorzugehen, da die Grenzen zwischen Replica und Fälschung sehr eng ineinander übergehen. Modeketten wie der US-Branchenriese Forever 21 können auf eine Lange Liste von Klägern zurück greifen, blieben bisher aber ohne Erfolg. Auch Modelabel wie Topshop, H&M, Zara profitieren von dem Trend nach günstiger und preiswerter Mode und entwerfen ihre Kollektionen immer häufiger in der rechtlichen Grauzone.
Auf der Plagiat-Website Louboutinmall.com kostet ein Paar Schuhe zwischen 160 und 180 US-Dollar. Zum Vergleich: Für den echten “Armadillo Pleated Leather Bootie” muss man circa 1150 US-Dollar hinlegen.(Quelle: sueddeutsche.de)
Die wohl bisher spektakulärste Verurteilung um Plagiate, Replicas und Fälschungen musste 2008 Ebay einstecken. Dort musste Ebay 40 Millionen Euro Schadensersatz an den Luxus-Konzern LVMH zahlen, weil Ebay den Verkauf von Fälschungen zuließ.
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